Kommentar zum Entscheid der Bundesregierung betreffend dem UN-Migrationspakt

Mein Kommentar auf derstandard.at hat eine enorme negative Bilanz erreicht. Das tut mir leid aber ich bleibe bei meiner Haltung.

Ich möchte abermals betonen und festhalten das die Ablehnung der Regierung betreffend dem UN-Migrationspakt eine höchst riskante Angelegenheit ist. Mit dem Migrationspakt sind Menschenrechte und Völkerrechte verbunden für die weltweite Sicherheit der Migratinnen und Migranten garantieren das sie in Frieden und Sicherheit leben können.

Mit dieser gezielten Ablehnung hat die ÖVP der Freiheitlichen Partei einen riesen Gefallen getan denn jetzt hat die FPÖ die ÖVP überrollt und das Zepter fest in der Hand. Wer regiert eigentlich in diesem Land? Die ÖVP oder die FPÖ?. Gibt es eine Gemeinsamkeit oder ist diese Einigkeit gespielt und nur noch SHOW.

Ich mache mir Sorgen. Schon Albert Einstein selbst sagte: „Der Nationalismus ist wie eine Kinderkrankheit. Sie ist die schlimmste Form der Masern.“ Ich lehne den Patriotismus und den Nationalismus klar ab und möchte mich selbst als Internationalist bezeichnen da ich für die weltweite Gemeinschaft bin ich will das sie in Frieden und Sicherheit leben kann.

Was jetzt nach der Ablehnung des Migrationspakts passiert ist folgender:
Ab sofort kann die Bundesregierung ihre eigene Migrationspolitik bestimmen und muss nicht auf Äußerungen Einfluss nehmen die von NGOs, der EU oder den Vereinten Nationen kommen. Ich sehe diesen Schritt als extrem riskant. Menschen die nach Österreich zuwandern können mit einer deutlichen Ablehnung oder ohne Begründung abgewiesen und per sofort wieder außer Landes gebracht werden. So nach dem Freiheitlichen Motto „AUSTRIA First“.

Liebe Bundesregierung, wir sind nicht in Amerika. Wir haben einen Bundeskanzler der bereits das Zepter aus der Hand gegeben und es Menschen überlassen hat die nur eines im Sinn haben. Die Vergangenheit, spricht 1938-1945 war besser als die Zukunft.

Die Republik Österreich feiert am 12.November ihren 100.Geburtstag.
Ich werde diesen Tag als internationalen Gedenktag an ein Land begehen das von Generationen für Generationen aufgebaut wurde und extrem erfolgreich ist.

Lasst uns gemeinsam diesen Tag mit allen Menschen feiern egal woher sie kommen, denn auch die Migrantinnen und Migranten haben dieses Land stark gemacht. Ich spreche mich für Österreich als Mitglied der Europäischen Union, als Mitglied der Vereinten Nationen aus und werde die Situation rund um die Geschehnisse der Migrationspolitik der Bundesregierung im Auge behalten.

„Wir haben schon so viel geschafft. Wir schaffen das“ (Dr. Angela Merkel)

Bitte glaubt an dieses Österreich. Denn es ist nicht nur unser Land. In diesem Land leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und auch sie gehören zu uns. Vielen Dank und bis bald.

Euer Markus Neuner (SPÖ)

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Österreich, das sind wir alle

Kommentar von Markus Neuner zum

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NATIONALFEIERTAG • REPUBLIK ÖSTERREICH 

 

Österreich ist seit Oktober 1955 ein immerwährender neutraler Staat im Herzen Europas. Dieses Recht der Neutralität wurde durch den Beschluss des Bundesverfassungsgesetzes beschlossen und ist nicht selbstverständlich.

Auszug aus dem Bundesverfassungsgesetz

Artikel 9a. (1) Österreich bekennt sich zur umfassenden Landesverteidigung. Ihre Aufgabe ist es, die Unabhängigkeit nach außen sowie die Unverletzlichkeit und Einheit des Bundesgebietes zu bewahren, insbesondere zur Aufrechterhaltung und Verteidigung der immerwährenden Neutralität. Hiebei sind auch die verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihre Handlungsfähigkeit sowie die demokratischen Freiheiten der Einwohner vor gewaltsamen Angriffen von außen zu schützen und zu verteidigen.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich sehr den heutigen Nationalfeiertag Österreichs am 26.Oktober 2018 mit ihnen allen begehen zu dürfen. Heute ist nicht nur der Unabhängigkeitstag der Republik Österreich sondern wir feiern auch die Freiheit unseres Landes und das seiner Menschen. Nach mehrjährigen Aufbauarbeiten und der Besatzungszeit in den Nachkriegsjahren 1945 bis 1955 haben Menschen Ziegel für Ziegel in die Hand genommen um unser Land wieder aufzubauen. Trotzdem war Österreich noch kein freies Land. Die Bundesländer waren von den Siegermächten besetzt. Wir müssen zum einen unheimlich dankbar sein das sie uns befreit haben aber andererseits hat uns der Beschluss der Bundesverfassung 1955 die die immerwährende Neutralität beinhaltet unsere Freiheit und Unabhängigkeit zurückgegeben. Die Menschen die hier leben leisten einen ungeheuren Beitrag das unser Land so erfolgreich ist. Wir blicken aber auch voller Dankbarkeit an alle Generationen zurück die mitgeholfen haben das Österreich wieder aufzubauen. Wir danken unseren Großeltern und Eltern die mit ganzer Kraft am Wiederaufbau und der Restauration der Republik Österreich mitzuwirken. Gemeinsam mit der Politik konnte Stück für Stück Stabilität zurückkehren. Österreich hat nach 1955 so einiges erlebt. Aber gemeinsam schaffte man es an einem Strang zu ziehen damit das Band der Verbundenheit nicht abreißt bis heute. Österreich ist ein Land von Generationen für Generationen aufgebaut und steht auf festen Säulen. Auch wenn man Hie und Dort Krisen erlebt steht man doch immer wieder zusammen und versöhnt sich. Wichtig ist das dieser Faden zwischen der Politik und ihrer Bevölkerung stark bleibt denn gemeinsam gestalten sie die Demokratie. Demokratie war vor 1955 nicht selbstverständlich. 1918 wurde die REPUBLIK ÖSTERREICH nach den Wirren des Ersten Weltkrieges gegründet und 1919 beschloss die Nationalversammlung das Frauenwahlrecht, dass nächstes Jahr ihr 100 jähriges Bestehen feiert. Außerhalb der österreichischen Grenzen beherrschten Unruhen und Konflikte den Alltag. Man erinnere sich an den Prager Frühling 1986 oder die Aufstände der Studentenbewegungen in Ungarn die viele Tote zur Folge hatten. Es waren schlimme Konflikte die Österreich aber auf Grund des ihres Gesetzes verpflichtete absolut neutral zu bleiben. Es kamen Flüchtlinge nach Österreich die aufgenommen wurden. Österreich leistete Erste Hilfe und versorgte die Menschen. Die Flüchtlingskrise 2015 brachte mehr als eine halbe Million Menschen nach Europa die sich auf die einzelnen Länder verteilten. Österreich nahm eine Vielzahl von ihnen auf. Sie dauert bis heute an. Die Menschen müssten nicht flüchten wenn es in ihren Heimatländern keine Kriege, Verfolgung, Gewalt und Folter gebe. In vielen Ländern der Welt herrscht Bürgerkrieg. Afghanistan, Syrien, Libyen und dem Libanon kämpfen Vormachtsstellungen um ihre Rechte die meistens auch keine Rechte haben weil sie nur an eines denken. Es ist eine Zerstörungswelle die Österreich immer verurteilt hat. Es geht um den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus der auch mittlerweile Europa erreicht hat. In Deutschland, Frankreich, Spanien und Belgien wurden in den letzten Jahren mehrere Anschläge durch den sogenannten ISLAMISCHEN STATT (ISS) verübt. Der Kampf gegen dieses Terrorregime wird eines der zentralen Aufgaben der Zukunft sein um in der Zukunft in Sicherheit leben zu können. Dafür braucht es eine starke Partnerschaft der Nationen auf der Welt und der Europäischen Union. Österreich hat seit 01.Juli 2018 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union bis 31.12.2018 inne und wird im Dezember einen AFRIKA-GIPFEL veranstalten wo unter anderen Vertreter afrikanischer Länder und der PRÄSIDENT der Afrikanischen Union teilnehmen werden. Dieser Gipfel wird entscheidend für den weiteren Weg Afrika in Richtung Friedensgespräche sein denn nur wer im Frieden lebt lebt auch in der Sicherheit.

Ich persönlich erwarte mir von diesem Afrika-Gipfel sehr sehr viel und hoffe das die Vereinten Nationen und die Vertreter der Mitgliedsländer der Europäischen Union sich gemeinsam an einen Runden Tisch setzen um für den Kontinent Afrika und seine Menschen die beste Lösung zu finden die geben kann. Österreich leistet in dieser Frage einen weltweit wichtigen Beitrag. Also schauen wir uns das an.

Ich möchte mich bei allen Österreicherinnen und Österreichern für ihren persönlichen Beitrag zum Zusammenleben bedanken. Mit eurer Hilfe ist Österreich erfolgreich und Österreich, dass sind WIR ALLE GEMEINSAM.

Alles Gute und einen wunderschönen, sonnigen Nationalfeiertag

Euer Markus NEUNER (SPÖ/GPA-djp)

 

SPÖ-Neuner zum Thema Migration an Schulen

Sozialdemokrat und Gewerkschafter Markus Neuner sprach sich heute auf krone.at für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule aus. Er betonte das die Situation an den Schulen aber nicht nur zwischen Migranten ein Problem ist sondern es gibt auch viele Österreicher die nicht zum Elternsprechtag oder Elternabend erscheinen, weil das Verhältnis eh schon wie sie denken so kompliziert und schwierig ist. Kommunikation bringt so quasi nichts. Wie sollten dann die Lehrer mit den Problemen der Schülerinnen und Schüler umgehen lernen wenn sie keine Informationen erhalten woher diese Probleme kommen.

Neuner betonte das es die Diskussionen um die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule schon sehr lange gibt und immer wieder aufgeworfen wird wenn es an den Schulen wieder Probleme zwischen Schülern, Eltern und Lehrer gibt. Vor kurzem hat eine Wiener Lehrerin ein Buch über die Migrationsprobleme an den Schulen geschrieben und damit wieder die Bildungsdiskussion entflammt. Es gebe im Klassenzimmer so quasi kein Verständnis da viele Kinder aus Migrantenfamilien nicht ausreichend Deutsch sprechen. Jetzt sollen sie in Deutschförderklassen unterrichtet werden damit sie dem Unterricht folgen können. Es gebe auch viele Schülerinnen und Schüler die dem Unterricht fern bleiben weil es die Tradition verlangt oder die Familie es so will. Sollte es dann zu keiner Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule kommen kann der Staat Sanktionen in erster Instanz oder dann sogar Strafen verhängen. In Österreich gibt die allgemeine Schulpflicht. Wenn ein Mann keiner Lehrerin, also einer Frau die Hand geben will weil sie so quasi „nichts wert ist“ dann ist das absolut inakzeptabel und diejenigen müssen aufgeklärt werden. Die Wiener Lehrerin  Susanne Wiesinger habe mit ihrem Buch ein Kapitel beschrieben wo wirklich Handlungs und Aufklärungsbedarf besteht.

Neuners Kommentar auf krone.at stößte auf Zustimmung aber auch Ablehnung. Wie lange sich die Diskussion hinzieht wird man sehen. Das Buch der Wiener Lehrerin hat enorme Aufmerksamkeit erregt.

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 Ein Problem ist es das viele unsere Werte noch nicht kennen. Das man einer Frau nicht die Hand geben oder lieber mit einem Mann sprechen will weil man nicht mit einer Frau spricht weil sie selbst in dem Heimatland des jeweiligen Menschen nichts wert ist dann ist das absolut inakzeptabel und man muss hier die Menschen aufklären. Auch an den Deutschkenntnissen mangelt es extrem. Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen mittlerweile in Österreich leben, schon Jahrelang hier sind und noch immer nicht die Sprache beherrschen. Ich kann mir die Situation an den Schulen sehr gut vorstellen. Wenn Eltern kein Interesse daran haben was die Lehrer zu sagen haben dann sollen sie ihre Kinder in eine Privatschule schicken. Ich weiß nicht wie lange schon die Diskussion zwischen Schule und Elternhaus geführt wird aber das geht nicht nur auf Ausländer zurück sondern auch auf Inländer. Es muss kooperiert werden weil sich sonst kein Erfolg einstellen kann. Wenn Eltern immer alles besser wissen kann die Schule es nicht besser machen wenn es keine Zusammenarbeit gibt. Mittlerweile nehmen nur noch sehr wenige an Elternsprechtagen oder Elternabenden teil weil sie glauben sie wüssten ganz genau was ihre Kinder bräuchten. Nur so geht es nicht. Die Lehrer brauchen Unterstützung damit sie ihre Schüler besser einschätzen können denn es stimmt nicht das ein Lehrer bereits ausgelernt hätte. Auch wenn sie studiert haben, lernen sie immer noch dazu. Aber wenn es kein Interesse von den Eltern gibt und man nicht kooperieren will dann brauchen wir nicht weiterreden. Es braucht einerseits Sanktionen aber andererseits auch eine stärkere Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule. (m.n.)

 

Der Journalismus und seine Mitarbeiter

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Markus Neuner

 


Journalismus.Punkt

Ausgabe No.1/2017


Lieber Leserinnen und Leser,

die stürmisch-turbulenten Zeiten in der österreichischen Politik braucht den Journalismus nicht zu verwundern, denn wundern tut sich nicht einmal mehr der Wähler, der jetzt zum Zug kommen wird im Oktober. Turbulent ist nur das Wetter, so meinte man einst. Nein es sind auch die Zeiten die das Wetter mitbestimmen und wie man weiß wird man die Zeit an sich niemals ändern können.

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Die Tiroler Journalistin und Moderatorin Sybille Brunner (ORF Tirol /TIROL HEUTE) postete auf ihrem Facebook-Profil folgende Nachricht:

Irgendwie sind das politisch bewegte Zeiten derzeit….heißt: Viel zu tun für uns, das erklärt den Zustand der Schreibtische Habt einen feinen Tag!

Ich habe ihr auf ihren Post folgendes geantwortet:

Liebe Sybille, mach Dir bitte keine Sorgen wegen der momentan turbulenten Zeit. Eines dürfte 100% sicher sein: Solange der Journalismus sich in diesem Geflecht des politischen Theater noch zurechtfindet mache ich mir keine Sorgen. Turbulent wird es erst dann wenn unsere Journalistinnen und Journalisten im Land wegen des ständigen politischen Wechsels in den Parteien nicht mehr wissen was eigentlich los ist. Dann ist es Zeit sich Ordnung im Chaos zu verschaffen. Ein Tipp: Kommt ein Politiker im Büro eines Journalisten an und bittet um ein Interview. Als der Politiker die Türe aufmacht bittet ihn der Journalist wieder mit dem Satz „Bitte hätten Sie die Güte noch einen Moment draußen zu warten.?“ vor die Türe. „Warum?“ fragt der Politiker. „Bevor das Chaos nicht beendet ist dürfen sie nicht hereinkommen“. sagt der Journalist. Nur hat der Journalist bis zu dem Zeitpunkt noch nicht gewusst das es nicht sein Chaos ist sondern das Chaos das andere verursacht haben. Fazit also: Erstens keine Namen nennen, Zweitens: Niemals nach dem Chaos fragen denn das hinterlassen andere für dich. Also Du siehst. Es kann dir nichts passieren. Solange es guten Journalismus gibt ist dieses Land auch erfolgreich und dein Journalismus ist sehr vielversprechend, erfolgreich und höchst interessant. Wünsch Dir weiterhin so viel Erfolg und Spaß bei der Arbeit. Du machst das hervorragend Sybille. LG Markus

Ich bin der Ansicht das man sich für dieses Chaos nicht zu schämen braucht denn wir (die Wähler) sind niemals verantwortlich für dieses Chaos das die politische Verantwortung anrichtet. Verstehen tue ich in diesem Fall nur den Wähler der verärgert ist. Kein Journalist auf dieser Welt muss sich Sorgen um seine Zukunft. Denn solange es solche turbulente Zeiten gibt, haben die Medien genügend Arbeit. Also wozu sich Sorgen machen. Wozu Fragen stellen, Wozu Namen nennen. Der Journalismus und seine Mitarbeiter ist niemals Schuld daran. Denn das Chaos machen andere. Punkt.

Falls sie hier anderer Meinung sind würde ich mich freuen wenn sie mir schreiben. Ich freue mich auf jedes Kommentar, jedes Feedback und jede Kritik.

Ihr Markus Neuner

Irrelevant aber vielleicht schon bald Realität

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Liebe Leserinnen und Leser,

was für die österreichische Bundesregierung derzeit noch irrelevant erscheint könnte aber schon bald zur Realität werden. Meiner Ansicht nach kann man nämlich nicht von Arbeitslosen verlangen das sie arbeitswillig und engagiert sind, die Regierung selbst aber Stillstand vorlebt und sagt das sie arbeitswillig wäre. Das kommt mir irgendwie spanisch vor. Vielleicht ist es aber auch irgendwie alles nur grobe Einbildung. Denn in Zeiten großer Terrorgefahr, die auch jetzt Österreich erreicht hat, sollte die Regierung für die Sicherheitspolitik arbeiten. Kann man hier von Fahrlässigkeit sprechen wenn gar nichts mehr geht? Ich kann mir ehrlich gesagt keinen rechten Reim mehr darauf machen wie man sich Politik in Österreich überhaupt noch vorstellt. Ein ganzes Land wird seinem eigenen Schicksal überlassen weil man glaubt das eh alles von selber läuft. Doch braucht nicht nur die öffentliche Hand Unterstützung sondern auch die Wirtschaft. Es ist endlich an der Zeit die Unternehmen zu entlasten und am einem Programm für die Zukunft zu arbeiten. Doch wenn es weiter geht, gibt es bald keine Zukunft mehr und das darf man nicht riskieren. Bundeskanzler Christian Kern hat seinen Plan A für Österreich vorgestellt. Dieser Plan kostet sehr viel Geld aber Geld das für die Zukunft investiert ist und nicht nur sinnvoll sondern auch für Generationen sicher ist. Wichtig ist das wir die Zukunft nicht einfach so her schenken sondern von Generation zu Generation weitergeben. Die Zukunft, liebe Leserinnen und Leser, kann  nicht vererbt werden. Sie wird gestaltet von den Menschen mit der Zeit und dann wenn es Zeit ist an die nächste Generation übergeben und weitergegeben.  Ich glaube das die Regierung für Österreich nur ein zentrales Ziel zu verfolgen hat, nämlich Politik für Generationen zu machen.

Politik von Generationen für Generationen. Denn die Generationen gestaltet die Zukunft.

Nicht was vorher wichtig war sondern was heute wichtig ist wird für morgen wertvoll sein. Denn was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen, sagt eine alte Volksweisheit. Was Österreich braucht ist eine starke Hand die dieses Land in die Zukunft führen kann. Das Problem ist das der gegenwärtigen Politik nicht die Themen ausgehen, sondern die Ideen. Wenn ein Thema auf dem Tisch liegt, bespricht man es eine Zeit lang um es dann wieder in den Papierkorb zu katapultieren. Doch mit jedem Vorschlag der neu auf Papier kommt und dann einfach wieder in den Papierkorb wandert, kann man keine Zukunft gestalten.

Politik selbst darf keine Baustelle sein an der, wenn das Geld knapp ist, nicht mehr weiter gebaut werden kann. Sie muss ein festes Gerüst, sprich eine Säule haben auf der alles begründet worden ist.

Politik selbst darf keine Baustelle sein an der, wenn das Geld knapp ist, nicht mehr weiter gebaut werden kann. Sie muss ein festes Gerüst, sprich eine Säule haben auf der alles begründet worden ist. Doch die Zukunft allein kann nicht nur auf einer einzigen Säule stehen. Jedes Thema muss so in seine Einzelteile passen wie ein Puzzle das man zusammensetzt. Erst dann wenn das Puzzle fertig ist. kann man es betrachten und sagen: Ja das passt. Vorher nicht. Wenn man nur halb fertig ist dann sieht man keinen Zusammenhang.

Du hast buchstäblich keine Vorstellung davon wie es sich entwickeln soll und wie es ausschaut. Du hast aber eine genaue Vorstellung von dem wo der Weg hinführt und du siehst zwar das Ziel aber wenn du irgendwann den Faden wieder verlierst weil du aufgehört hast an deinem Puzzle zu arbeiten dann dauert es ewig. Die Zeit vergeht.

Keine Vorstellung kann ewig dauern. Das meine ich jetzt nicht nur in Verbindung mit unserem Vorstellungen im Kopf sondern auch die Vorstellungen im Theater. Wenn ein Theaterstück jede halbe Stunde eine Pause machen würde und es dauert aber zwei Stunden dann würden die Zuschauer irgendwann aufstehen und gehen weil es nicht mehr interessant ist.

Man darf nicht müde werden. Sonst wäre es sinnlos weiterzumachen. Wenn man müde wird sollte man das zugeben aber ob man es sich politisch leisten kann ist eine andere Frage.

Keine Vorstellung dauert ewig. Doch irgendwann wirst du zu müde, wenn sie zu lange dauert.

Ich wünsche uns allen viel Kraft und Durchhaltevermögen in nächster Zeit.

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Herzlichst Ihr Markus Neuner

Markus Neuner (*1986 in Innsbruck) ist österreichischer Schauspieler und Essayist.

 

Kommentar am Wochenende

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Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Tagen hat sich einiges getan, was aufgeregt hat. Ich möchte auf die Themen Mindestsicherung, GIS-Gebührenerhöhung zu sprechen kommen.

Aus meiner allgemeinen Sicht hat sich beim Thema Mindestsicherung ein Zug der Ablehnung beworben der sich nie so richtig in Bewegung gesetzt hat. Er hat erst Fahrt aufgenommen als in Niederösterreich die Kürzung bei 1.500,-€ im Landtag beschlossen wurde. Eine derartige Diskussion auf dem Rücken der Menschen zu führen die Mindestsicherung beziehen müssen weil sie mit ihrem Einkommen nicht mehr auskommen, darüber sollten sich die Politikerinnen und Politiker einmal grundlegende Gedanken machen. Doch denkt die politische Verantwortung nur noch an ihren eigenen Vorteil. In Niederösterreich zum Beispiel geht die Sorge um, dass man sich die Sozialleistungen nicht mehr leisten kann und das man deshalb einsparen muss. Dabei wissen wir das die ÖVP seit Jahrzehnten eine Partei ist die längst den Weg der Solidarität verlassen hat. Ein Politiker der mit den Worten „Wenn es nach mir gehen würde…..“ antwortet, beginnt eine falsche Kommunikation. In Österreich verdrängt der Automatismus die Wirtschaft. Hier ist keine Unterstützung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr gegeben. Ich habe sogar den Eindruck das mittlerweile Arbeiterkammer und Gewerkschaft auf geschlossene Türen und taube Ohren in der Diskussion stoßen. Ein zweites Thema das aufregt ist die Erhöhung der GIS-Gebühren nur weil dem ORF heuer 42 Millionen Euro fehlen und das müssen nächsten Jahr die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ausbaden in dem sie noch mehr Geld hineinstecken. Ist es auf Grund des Programms das der ORF fährt notwendig die Gebühren zu erhöhen? Ich bin jedenfalls dagegen. Was kann man hier als Alternative anbieten damit der ORF sein Negativ wieder los wird? Man kann fast gar nicht mehr jonglieren weil es bei einer Umgestaltung wieder nur Ausgaben gibt. Dem ORF und dem Land Niederösterreich sind somit in beiden Themen die Hände gebunden. Doch beides wird sich irgendwann negativ auswirken. Bei der politischen Verantwortung in Niederösterreich die Wählerinnen und Wähler und beim ORF der Rückzug der Zuseherinnen und Zuseher.

Über den Präsidentschaftswahlkampf in Österreich möchte ich nicht sprechen. Da kann man nur hoffen was wir nicht nochmals wiederholen müssen.

Ein wunderschönes und erholsames Wochenende wünscht

Markus Neuner

 

 

 

NEWS/20.03.2016

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Markus Neuner : PRESSEDIENST©2016 (presse@markus-neuner.actor) 

 


Was mir persönlich große Sorgen macht ist die Tatsache, das auf Grund der Flüchtlingskrise in Europa, die Gesellschaft mittlerweile einen so gewaltigen Umbruch erlebt, das ich mich selbst nicht mehr auskenne. Die Menschen wissen nicht mehr was sie von welchen Themen halten sollen und wie sie darauf reagieren sollen, man ist einfach auf Grund dessen das viel zu viel passiert, mittlerweile stark beeinflusst und überfordert. Die Reaktionen auf das Thema Flüchtlinge gehen weit auseinander. Die eine Seite findet das es keine Grenzschließungen geben darf auf Grund dessen das ihre Freiheit und die der Flüchtlinge bedroht ist und es nicht menschenrechtlich ist. Die andere Seite reagiert aggressiv und spricht sich für erweiterte Maßnahmen aus die noch mehr Maßnahmen zur Folge hat weil sie die derzeitige politische Lage befürworten. Wenn man da im Telefonverkauf tätig ist oder als Interviewer, Umfragen machen muss, ist man meistens schon beim Zuhören überfordert weil es so viele verschiedene Meinungen gibt. Bei Umfragen ist die Meinungsverschiedenheit sinnvoll aber im Telefonverkauf sehr schwierig da man nicht weiß wie man reagieren soll wenn der Verkaufsabschluss nicht erfolgreich verlaufen ist. Und der Kunde fühlt sich dann überfordert, wenn er an die Wand geredet und sozusagen gefahren wird. Wenn ein Nein noch lange kein Nein ist, hört sich für mich jedes Verständnis mit den Bedingungen auf die gestellt werden, wenn man für eine Tageszeitung ein Abo unbedingt verkaufen muss. Aber wenn der Kunde nicht kaufen möchte kann man ihn schlecht dazu zwingen, weil er sich eben nicht wehren kann, da tut mir persönlich dann der Kunde wiederum Leid wenn man ihm dieses Abo aufzwingen will.

Eine Welt die auf diesem Vertrauen und auf diesen Bedingungen basiert ist momentan nicht meine Welt, denn ich verstehe die Gesellschaft wenn sie einerseits das Negative denken muss. Natürlich wäre es besser positiv zu denken aber wenn es eine Mehrheit an negativ Denkenden gibt kann man sich schlecht dagegen wehren weil Einer alleine noch keine Mehrheit ausmacht. Da braucht es schon eine Gruppe die einer Meinung ist und ein positives Bild und Beispiel setzt. Eines sei jedenfalls klar gestellt. Es gibt keine Form von ungezogener Gesprächskultur. Ungezogen ist nur jener oder jene die die Nettiquette nicht beachtet.

Hoffentlich wird es bald wieder ruhiger, das wünsche ich uns Allen.

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Markus Neuner (*1986 in Innsbruck) ist ein renommierter österreichischer Schauspieler und Essayist. International bekannt wurde er in seiner Zeit als Hobbyfotograf und mit seinem Essay „Wenn Ich male….(When I paint….) das er der Hollywood-Ikone Marilyn Monroe gewidmet hatte. Das Essay wurde in ihrem Fanmagazin in Deutschland veröffentlicht.