Demokratie auf festen Säulen

wien-85250_960_720

Democracy on solid Pillars

Democracy does not only work through mere action. Not only make a Session, a little more action.

Markus Neuner

Die Devise in der politischen Verantwortung muss mit ganzer Kraft bei der Arbeit liegen die für die Menschen gemacht wird. Zum Wohl der Menschen muss die politische Verantwortung stehen. Dafür braucht es aber ein politisch-geschultes Auge das die Dinge nicht übersieht beim Vorbeigehen sondern wirklich sieht und darauf reagiert. Doch manchmal weiß man nicht wirklich was sie wollen, unsere Politiker, und wo der Weg hingehen sollen. Österreich ist ein Land voller Möglichkeiten in dem es noch eine relativ gute Zukunft gibt. Doch eines der Sorgenkinder ist mittlerweile die hohe Arbeitslosigkeit. Ich möchte betonen das niemand etwas dafür kann das er arbeitslos wird. Doch werden Arbeitslose nur allzu oft als „Sozialschmarotzer“ beschimpft und je länger die Arbeitslosigkeit dauert umso lauter werden diese Schimpfrufe. Doch wer einmal ein Handwerk gelernt hat verliert es nie mehr. Da kann man sich sicher sein. Früher waren Politiker auch in einer gewissen Art und Weise Handwerker. Ein politischer Neuling war zuerst einmal Geselle, dann wurde er Handwerker und schlussendlich Baumeister. Baumeister waren meist kleine unscheinbare Leute die zu den normalen Bürgern gehörten. Entdeckt wurden sie durch ihre Ideen und Vorschläge die sie mit der Zeit eingebracht haben. Sie haben mit ihren Ideen und Vorschlägen sogenannte „Bausteine“ gelegt um das Grundgerüst für ein Gebäude zu legen. Und als dann eine Idee Realität wurde, hat man mit dem Spatenstich den Bau dieses historischen Bauwerkes begonnen. Genau so hat sich die Demokratie als stabile Säule entwickelt. Aber sie besteht nicht nur aus einer sondern aus mehreren festen Säulen die die Bevölkerung gemeinsam mit der Politik aufgebaut hat. Man bezeichnet die historischen Persönlichkeiten als „Baumeister der Republik“. Hat man dabei die Bevölkerung vergessen? Gestern nicht aber heute schon. Denn heute brüsten sich manche sogenannte Politiker damit das sie mit ihrer Arbeit mehrere Bausteine setzen. Doch in Wahrheit droht die politische Verantwortung ins Wanken zu geraten. Was Österreich seit Jahren erlebt sind keine Erfolge sondern Skandale und Krisen. Entweder durch einen oder mehrere Untersuchungsausschüsse. In all den Skandalen sei es Hypo-Alpe Adria oder jetzt der EUROFIGHTER U-AUSCHUSS der bald im Parlament die Verhältnisse aus den Jahren der schwarz-blauen Koalition klären soll, war immer eine Menge Geld im Spiel das jetzt verloren ist. Schuld ist nicht der Steuerzahler. Schuld ist die Schlamperei im Umgang mit Steuergeld. Doch jetzt steht beim EUROFIGTHER-Deal tatsächlich der Verdacht im Raum das die Republik Österreich betrogen wurde.

Ich bin gespannt was bei diesem Ausschuss zu Tage kommt. Denn der EUROFIGHTER Deal soll der Republik Österreich mehr Geld gekostet haben als die gesamte Hypo-Alpe Adria International Bank AG.

SCHAUEN WIR UNS DAS AN.

©2017 by Markus Neuner

 

Advertisements

Irrelevant aber vielleicht schon bald Realität

annual-report-203761_960_720

Liebe Leserinnen und Leser,

was für die österreichische Bundesregierung derzeit noch irrelevant erscheint könnte aber schon bald zur Realität werden. Meiner Ansicht nach kann man nämlich nicht von Arbeitslosen verlangen das sie arbeitswillig und engagiert sind, die Regierung selbst aber Stillstand vorlebt und sagt das sie arbeitswillig wäre. Das kommt mir irgendwie spanisch vor. Vielleicht ist es aber auch irgendwie alles nur grobe Einbildung. Denn in Zeiten großer Terrorgefahr, die auch jetzt Österreich erreicht hat, sollte die Regierung für die Sicherheitspolitik arbeiten. Kann man hier von Fahrlässigkeit sprechen wenn gar nichts mehr geht? Ich kann mir ehrlich gesagt keinen rechten Reim mehr darauf machen wie man sich Politik in Österreich überhaupt noch vorstellt. Ein ganzes Land wird seinem eigenen Schicksal überlassen weil man glaubt das eh alles von selber läuft. Doch braucht nicht nur die öffentliche Hand Unterstützung sondern auch die Wirtschaft. Es ist endlich an der Zeit die Unternehmen zu entlasten und am einem Programm für die Zukunft zu arbeiten. Doch wenn es weiter geht, gibt es bald keine Zukunft mehr und das darf man nicht riskieren. Bundeskanzler Christian Kern hat seinen Plan A für Österreich vorgestellt. Dieser Plan kostet sehr viel Geld aber Geld das für die Zukunft investiert ist und nicht nur sinnvoll sondern auch für Generationen sicher ist. Wichtig ist das wir die Zukunft nicht einfach so her schenken sondern von Generation zu Generation weitergeben. Die Zukunft, liebe Leserinnen und Leser, kann  nicht vererbt werden. Sie wird gestaltet von den Menschen mit der Zeit und dann wenn es Zeit ist an die nächste Generation übergeben und weitergegeben.  Ich glaube das die Regierung für Österreich nur ein zentrales Ziel zu verfolgen hat, nämlich Politik für Generationen zu machen.

Politik von Generationen für Generationen. Denn die Generationen gestaltet die Zukunft.

Nicht was vorher wichtig war sondern was heute wichtig ist wird für morgen wertvoll sein. Denn was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen, sagt eine alte Volksweisheit. Was Österreich braucht ist eine starke Hand die dieses Land in die Zukunft führen kann. Das Problem ist das der gegenwärtigen Politik nicht die Themen ausgehen, sondern die Ideen. Wenn ein Thema auf dem Tisch liegt, bespricht man es eine Zeit lang um es dann wieder in den Papierkorb zu katapultieren. Doch mit jedem Vorschlag der neu auf Papier kommt und dann einfach wieder in den Papierkorb wandert, kann man keine Zukunft gestalten.

Politik selbst darf keine Baustelle sein an der, wenn das Geld knapp ist, nicht mehr weiter gebaut werden kann. Sie muss ein festes Gerüst, sprich eine Säule haben auf der alles begründet worden ist.

Politik selbst darf keine Baustelle sein an der, wenn das Geld knapp ist, nicht mehr weiter gebaut werden kann. Sie muss ein festes Gerüst, sprich eine Säule haben auf der alles begründet worden ist. Doch die Zukunft allein kann nicht nur auf einer einzigen Säule stehen. Jedes Thema muss so in seine Einzelteile passen wie ein Puzzle das man zusammensetzt. Erst dann wenn das Puzzle fertig ist. kann man es betrachten und sagen: Ja das passt. Vorher nicht. Wenn man nur halb fertig ist dann sieht man keinen Zusammenhang.

Du hast buchstäblich keine Vorstellung davon wie es sich entwickeln soll und wie es ausschaut. Du hast aber eine genaue Vorstellung von dem wo der Weg hinführt und du siehst zwar das Ziel aber wenn du irgendwann den Faden wieder verlierst weil du aufgehört hast an deinem Puzzle zu arbeiten dann dauert es ewig. Die Zeit vergeht.

Keine Vorstellung kann ewig dauern. Das meine ich jetzt nicht nur in Verbindung mit unserem Vorstellungen im Kopf sondern auch die Vorstellungen im Theater. Wenn ein Theaterstück jede halbe Stunde eine Pause machen würde und es dauert aber zwei Stunden dann würden die Zuschauer irgendwann aufstehen und gehen weil es nicht mehr interessant ist.

Man darf nicht müde werden. Sonst wäre es sinnlos weiterzumachen. Wenn man müde wird sollte man das zugeben aber ob man es sich politisch leisten kann ist eine andere Frage.

Keine Vorstellung dauert ewig. Doch irgendwann wirst du zu müde, wenn sie zu lange dauert.

Ich wünsche uns allen viel Kraft und Durchhaltevermögen in nächster Zeit.

20160729_135004

Herzlichst Ihr Markus Neuner

Markus Neuner (*1986 in Innsbruck) ist österreichischer Schauspieler und Essayist.