SPÖ-Neuner zum Thema Migration an Schulen

Sozialdemokrat und Gewerkschafter Markus Neuner sprach sich heute auf krone.at für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule aus. Er betonte das die Situation an den Schulen aber nicht nur zwischen Migranten ein Problem ist sondern es gibt auch viele Österreicher die nicht zum Elternsprechtag oder Elternabend erscheinen, weil das Verhältnis eh schon wie sie denken so kompliziert und schwierig ist. Kommunikation bringt so quasi nichts. Wie sollten dann die Lehrer mit den Problemen der Schülerinnen und Schüler umgehen lernen wenn sie keine Informationen erhalten woher diese Probleme kommen.

Neuner betonte das es die Diskussionen um die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule schon sehr lange gibt und immer wieder aufgeworfen wird wenn es an den Schulen wieder Probleme zwischen Schülern, Eltern und Lehrer gibt. Vor kurzem hat eine Wiener Lehrerin ein Buch über die Migrationsprobleme an den Schulen geschrieben und damit wieder die Bildungsdiskussion entflammt. Es gebe im Klassenzimmer so quasi kein Verständnis da viele Kinder aus Migrantenfamilien nicht ausreichend Deutsch sprechen. Jetzt sollen sie in Deutschförderklassen unterrichtet werden damit sie dem Unterricht folgen können. Es gebe auch viele Schülerinnen und Schüler die dem Unterricht fern bleiben weil es die Tradition verlangt oder die Familie es so will. Sollte es dann zu keiner Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule kommen kann der Staat Sanktionen in erster Instanz oder dann sogar Strafen verhängen. In Österreich gibt die allgemeine Schulpflicht. Wenn ein Mann keiner Lehrerin, also einer Frau die Hand geben will weil sie so quasi „nichts wert ist“ dann ist das absolut inakzeptabel und diejenigen müssen aufgeklärt werden. Die Wiener Lehrerin  Susanne Wiesinger habe mit ihrem Buch ein Kapitel beschrieben wo wirklich Handlungs und Aufklärungsbedarf besteht.

Neuners Kommentar auf krone.at stößte auf Zustimmung aber auch Ablehnung. Wie lange sich die Diskussion hinzieht wird man sehen. Das Buch der Wiener Lehrerin hat enorme Aufmerksamkeit erregt.

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 Ein Problem ist es das viele unsere Werte noch nicht kennen. Das man einer Frau nicht die Hand geben oder lieber mit einem Mann sprechen will weil man nicht mit einer Frau spricht weil sie selbst in dem Heimatland des jeweiligen Menschen nichts wert ist dann ist das absolut inakzeptabel und man muss hier die Menschen aufklären. Auch an den Deutschkenntnissen mangelt es extrem. Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen mittlerweile in Österreich leben, schon Jahrelang hier sind und noch immer nicht die Sprache beherrschen. Ich kann mir die Situation an den Schulen sehr gut vorstellen. Wenn Eltern kein Interesse daran haben was die Lehrer zu sagen haben dann sollen sie ihre Kinder in eine Privatschule schicken. Ich weiß nicht wie lange schon die Diskussion zwischen Schule und Elternhaus geführt wird aber das geht nicht nur auf Ausländer zurück sondern auch auf Inländer. Es muss kooperiert werden weil sich sonst kein Erfolg einstellen kann. Wenn Eltern immer alles besser wissen kann die Schule es nicht besser machen wenn es keine Zusammenarbeit gibt. Mittlerweile nehmen nur noch sehr wenige an Elternsprechtagen oder Elternabenden teil weil sie glauben sie wüssten ganz genau was ihre Kinder bräuchten. Nur so geht es nicht. Die Lehrer brauchen Unterstützung damit sie ihre Schüler besser einschätzen können denn es stimmt nicht das ein Lehrer bereits ausgelernt hätte. Auch wenn sie studiert haben, lernen sie immer noch dazu. Aber wenn es kein Interesse von den Eltern gibt und man nicht kooperieren will dann brauchen wir nicht weiterreden. Es braucht einerseits Sanktionen aber andererseits auch eine stärkere Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule. (m.n.)

 

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Scharfer Senf und Populismus

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Gedanken zum Sonntag

Um über den Populismus schreiben und sprechen zu können muss man wissen um was es geht.

Im deutschen Wörterbuch „DUDEN“ steht folgende Bezeichnung:

Populismus ist:

 

  1. (Politik) von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen
  2. literarische Richtung des 20. Jahrhunderts, die bestrebt ist, das Leben des einfachen Volkes in natürlichem realistischem Stil ohne idealisierende Verzerrungen für das einfache Volk zu schildern

 

Außerdem ist wie DER Populismus ein Substantiv und maskulin, also männlich. Der Begriff des Populismus wurde erstmals im Duden im Jahr 1980 erwähnt. Doch was hat den Populismus so populär gemacht? Seit man denken kann gab es nicht nur bei Machtverhältnissen den Populismus. Aber der Populismus hat sich wie alle anderen Begriffe durchsetzen müssen. Man muss unterscheiden zwischen dem realen und dem extremen Populismus. Realer Populismus ist befriedigend ruhig und extremer Populismus ist hart und nervenbelastend. In Österreich gab es in den 80er und 90er Jahren sowieso auch jetzt in den ersten Jahren des 21.Jahrhunderts einen recht starken und extremen Populismus der sich auf die Menschen bemerkbar machte. Er war geprägt von extremen Anspielungen und Ansichten man müsse unbedingt mit allen Mitteln den Wähler dahingehend überzeugen das die Machtpositionen falsch verteilt sind und in geordnete Bahnen kommen müssen. Ein solcher Auswiegler und Machtdemonstrant in Form des extremen Populismus mit ungeheurem Charm war der gebürtige Oberösterreicher und spätere Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Er verstand es seine Anhänger sowie den Wähler dahingehend zu überzeugen das sich in Österreich etwas ändern müsse. Doch als die Nationalratswahlen dahergekommen sind machte der Populismus einen Rückzieher um nicht unnötig Schaden zu nehmen. Haider blieb bei seinen Wurzeln.

Der frühere Bundeskanzler Bruno Kreisky (SPÖ) war das perfekte Beispiel für realen Populismus ohne extreme Ansichten. Seine Zeit prägte den Populismus mehr denn je. Kreisky verstand es seine Meinungen, Ansichten und politische Statements so zu formulieren das sie jeder verstand und so auch populär wurden.

Dann kam die Zukunft die noch im 20.Jahrhundert durch die verfeindeten Politiker Schüssel und Haider geprägt war aber im 21.Jahrhundert durch den Hypo-Skandal derart unpopulär wurden das man die schiefe Ebene mit einem Untersuchungsausschuss wieder ins richtige und nicht ins rechte Lot rückte. Trotzdem warf die FPÖ jede Schuld an der Hypo irgendwie zu tun gehabt zu haben, von sich. 2013 wurde in Kärnten die politische Karte neu gemischt und ein neuer Landeshauptmann gewählt. Das BZÖ verschwand und geriet in Vergessenheit. Wäre der amtierende Finanzminister Hans-Jörg Schelling nicht gewesen wäre Kärnten wahrscheinlich draufgegangen. Das am Ende doch  noch eine Lösung gefunden wurde hat man dem Willen der politischen Verantwortung zu verdanken die am Ende nicht aufgegeben hat. Ich wünsche mir für die Zukunft das politischer Populismus derart nicht mehr missbraucht sondern dazu benützt wird die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Einen wunderschönen Sonntag wünscht

Markus Neuner

Ich wünsche mir für die Zukunft das politischer Populismus derart nicht mehr missbraucht sondern dazu benützt wird, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Markus Neuner