#solidaritystorm – Der Kampf gegen den Hass im Netz

 

19942927_206881969839511_834699591913676666_o
Foto: #solidaritystorm auf Facebook https://www.facebook.com/photo.php?fbid=206881969839511&set=gm.1878407832483718&type=3&theater

Hass, der im öffentlichen Raum, egal ob im Netz oder draußen vor der Türe mit Füßen getreten wird, muss entgegen gegangen werden. Die Initiative #solidaritystorm ist eine aktive Stimme für den Kampf gegen den Hass im Netz. Erst vor kurzem hat auf der ORF in seiner Sendung „Thema-Spezial“ darüber berichtet und prominente Menschen die Opfer von Hasspostings wurden, zu Wort kommen lassen. Menschen ihren Hass gegen Menschen im öffentlichen Raum loslassen, obwohl sie den Betreffenden nie persönlich kennengelernt haben, überschreiten eine Grenze der Toleranz der so nie akzeptiert werden kann. Mir geht es darum zu signalisieren dass, egal wo wir uns im öffentlichen Raum befinden, respektvoll, wertschätzend und achtend gegenüber begegnen sollen. Der öffentliche Raum der auch im Internet stattfindet wird immer breiter und intensiver. Deshalb braucht es hier auch eine ernste Form der Beobachtung auf soziale Medien. Vor allem sollte an den Schulen vermehrt schon Kommunikation in sozialen Netzwerken gelehrt werden. Es muss darauf hingewiesen werden dann wir alle Menschen sind und uns gegenseitig in unserer Meinung zu schätzen, zu respektieren und der Kritik unserer Mitmenschen zu achten haben. Diese Achtung gegenüber der Kritik der Anderen geht aber nur soweit wie man sie tolerieren kann. Ansonsten muss man von Hass sprechen und diesen klar aufzeigen. Deshalb im Kampf gegen Hass im Netz immer die rote Karte zeigen.

 

Niemand hat das Recht seine Mitmenschen auf Grund der Meinung zu beschimpfen, zu beleidigen oder zu bedrohen. Auch ich wurde auf Grund meiner öffentlichen Meinung einige Male auf Facebook beschimpft und gehasst. Wir müssen aufstehen und den Hassbotschaften konsequent entgegen gehen. Jemand der Opfer von Hasspostings wurde bitte ich meine Unterstützung und Hilfe an. Manchmal ist es schwer über Worte die geschrieben werden zu sprechen weil man sie nicht versteht aber es ist wichtig darüber zu reden weil Menschen die es genauso wenig verstehen gemeinsam mit den Opfern stark sein können. Sind wir gemeinsam stark, stehen wir auf und gegen gemeinsam den Weg gegen die Meinung vor die mit Füßen getreten wird. Hass im Internet stellt den Tatbestand der extremen Rufschädigung eines Menschen dar und kann strafrechtlich verfolgt werden wenn die Meinungen des Hassbotschafters sich nicht ändert. Bitte seid mutig, steht auf und geht gemeinsam den Weg der Solidarität gegen den Hass. Denn Hass ist gleich Null Toleranz für die Meinung unserer Mitmenschen. Im Gegenteil. Mit Hass wird die Meinung mit Füßen getreten. Ich unterstütze deshalb Menschen wie Natascha Kampusch, Ingrid Thurnher, Corinna Milborn, Eva Glawischnig-Piezscek bei ihrem Kampf gegen den Hass im Netz.“ (m.n.) #solidaritystorm

Advertisements

Unsichtbar und doch sichtbar #GegenHassimNetz

nohate-1125176_960_720

Kommentar von Markus Neuner ©Juli 2016


Unser soziales Netz, wo wir Kontakte und Freundschaften knüpfen ist nicht nur im Internet anzutreffen sondern überall. Denn der öffentliche Raum ist nicht nur drinnen. Dort wo das Internet dort gibt es die Chatiquette. Diese gilt genauso wie die Netiquette. Sie ist genauso das gleiche. Es sind nicht nur Verhaltensregeln sondern auch Gepflogenheiten, wie man mit seinem Gegenüber das man über den Bildschirm nicht sehen kann und in Wahrheit nur sein Bild zum ersten Mal gesehen hat umgeht. Freunde die man eh schon kennt, würde man im Internet niemals beleidigen, weil man sie eh schon gut genug kennt. Bei Leuten mit denen man aber keinen Kontakt hat, da glaubt man über sie herfallen zu können und sie anständig zu beleidigen, weil das eh nicht weh tut. Doch das denkt man sich nur. Natürlich können Worte, egal ob sie geschrieben oder gesagt werden, den gleichen Effekt erzielen. Nämlich das man sein Gegenüber das am PC und sozusagen am anderen Ende sitzt, in einer Art und Weise verletzt die dem Täter in erster Linie so gar nicht bekannt ist. Es ist eine schmerzhafte, tief-seelische Verletzung die die Betroffenen sogar bis in den Suizid verfolgen kann, wenn man ihnen nicht schnell hilft. Meistens reicht aber die Betreuung durch Freunde oder Familie nicht mehr aus. Man muss sich psychologische Hilfe holen um halbwegs wieder festen Boden und den Füßen zu spüren. Denn dieser enorme psychische Druck den die Täter im Sozialen Netz auf ihre Opfer einrasseln lassen ist purer Hass.  Und genau diese eine Stimme die sich gegen sein Gegenüber erhebt schürt die Kraft bei Anderen ihre Stimme auch zu erheben und dem Hass im Netz freien Lauf zu lassen. Es löst sozusagen einen gewaltigen Dominoeffekt aus der niemals toleriert und verstanden werden darf weil er so hässlich und bedrohlich ist. Es gibt auf FACEBOOK und in anderen Medien die Möglichkeit das ein Hassposting gemeldet werden oder wenn es gegen das Gesetz verstößt sogar zur Anzeige gebracht werden kann. Das Social Media Netzwerk FACEBOOK hat betreffend mehrerer Meldungen von Postings seine Gemeindschaftsstandards geändert die da lauten:

Facebook entfernt sämtliche Hassbotschaften, d. h. Inhalte, die Personen aufgrund der folgenden Eigenschaften direkt angreifen:

  • Rasse,
  • Ethnizität,
  • Nationale Herkunft,
  • Religiöse Zugehörigkeit,
  • Sexuelle Orientierung,
  • Geschlecht bzw. geschlechtliche Identität oder
  • Schwere Behinderungen oder Krankheiten.

Die Präsenz von Organisationen und Personen, die Hass gegen diese geschützten Gruppen schüren, ist auf Facebook nicht zulässig. Wie bei allen unseren Standards vertrauen wir darauf, dass unsere Gemeinschaft uns entsprechende Inhalte meldet.

Personen können Facebook nutzen, um Ideen, Institutionen und Gepflogenheiten zu hinterfragen. Nur so können Diskussionen und mehr Verständnis füreinander gefördert werden. Manchmal teilen Menschen Inhalte, die Hassbotschaften anderer Personen enthalten, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu erhöhen oder andere über solche Hassbotschaften aufzuklären. In einem solchen Fall erwarten wir, dass diese Personen ihr Ziel eindeutig vermitteln, sodass wir besser verstehen können, weshalb sie diese Inhalte geteilt haben.

Humor, Satire oder soziale Kommentare zu diesen Themen sind zulässig. Wir sind der Ansicht, dass Personen – wenn sie ihre wahren Identitäten verwenden – eine größere Verantwortung beim Teilen dieser Art von Kommentaren zeigen. Aus diesem Grund möchten wir Seiteninhaber bitten, ihren Namen und ihr Facebook-Profil mit sensiblen Inhalten zu verknüpfen, auch wenn diese nicht gegen unsere Richtlinien verstoßen. Wie immer verlangen wir, dass Personen beim Teilen solcher Inhalte stets ihre Zielgruppe berücksichtigen.

Zwar bemühen wir uns sehr, Hassbotschaften zu entfernen. Wir stellen dir aber auch Funktionen zur Verfügung, um geschmacklose (und häufig beleidigende) Inhalte zu vermeiden. Erfahre mehr über die Funktionen, die wir bereitstellen, um die Inhalte zu kontrollieren, die du siehst. Du kannst Facebook auch nutzen, um auf etwas aufmerksam zu machen und um die Gemeinschaft in deiner Nähe aufzuklären. Gegenargumente in Form von genauen Informationen und anderen Sichtweisen können zu einer sichereren und respektvolleren Umgebung beitragen.

Ich habe schon mehrere zum Teil schwere Hasspostings gemeldet die FACEBOOK überprüft und jedes Mal so kommentiert hat:

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, einen möglichen Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards zu melden. Solche Meldungen sind sehr wichtig, damit wir eine sichere und einladende Nutzererfahrung auf Facebook sicherstellen können. Wir haben den von dir im Hinblick auf wegen Belästigung gemeldeten Kommentar geprüft und festgestellt, dass er nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt.
Bitte teile uns mit, falls dir etwas auffällt, das dich beunruhigt. Es ist unser Ziel, dass Facebook für alle eine sichere und einladende Umgebung bleibt.
 Es wurden bis heute keine meiner gemeldeten Hasspostings entfernt obwohl sich FACEBOOK verpflichtet hat diese zu löschen und den betreffenden Account zu sperren. Hier muss es strengere Regeln geben damit sich wirklich jeder Nutzer in Sozialen Netzwerken egal ob es FACEBOOK, Twitter oder Ähnliches ist, sicher fühlen kann. Vielen Dank an alle Nutzerinnen und Nutzer die der Gewalt im Netz keine Stimme geben in dem sie die betreffenden Posting in den Sozialen Netzwerken melden. Denn nur durch diese Meldung oder Anzeige eines betreffenden Posting kann die öffentliche Sicherheit weiterhin gewährleistet bleiben die sonst auf lange Sicht bedroht ist.
Gemeinsam geben #GegenHassimNetz auftreten.

Unsichtbar und doch sichtbar

internet-1235106_960_720

Schauspieler Markus Neuner in seinem Profil.at Kommentar zur gemeinsamen Aktion von PROFIL und KURIER. #gegenhassimnetz

Doch so extrem wurde Hass im Netz noch nie verbreitet und sie verbreitete sich extrem schnell was total beängstigend ist. Wenn jemand im Netz dem Hass ausgesetzt ist kann sich der oder die Betroffene nur schwer zur Wehr setzen und sich umfassend schützen weil das Opfer den Täter nicht sehen kann.

Dieses nicht sehen können ist unerträglich für die Opfer die dieser unsichtbaren oder doch sichtbaren Gewalt, die sie seelisch wie ein Schlag ins Gesicht trifft, ausgesetzt sind. Deshalb ist nicht nur umfassender Schutz vor Hass im Netz von Nöten sondern auch dringend erforderlich. Weil die Opfer dringend Hilfe brauchen noch bevor es sie erreicht. Punkt.

cropped-14615875642501.jpg

http://www.profil.at/oesterreich/gegen-hass-im-netz-diskussion-6835368