Österreich, das sind wir alle

Kommentar von Markus Neuner zum

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NATIONALFEIERTAG • REPUBLIK ÖSTERREICH 

 

Österreich ist seit Oktober 1955 ein immerwährender neutraler Staat im Herzen Europas. Dieses Recht der Neutralität wurde durch den Beschluss des Bundesverfassungsgesetzes beschlossen und ist nicht selbstverständlich.

Auszug aus dem Bundesverfassungsgesetz

Artikel 9a. (1) Österreich bekennt sich zur umfassenden Landesverteidigung. Ihre Aufgabe ist es, die Unabhängigkeit nach außen sowie die Unverletzlichkeit und Einheit des Bundesgebietes zu bewahren, insbesondere zur Aufrechterhaltung und Verteidigung der immerwährenden Neutralität. Hiebei sind auch die verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihre Handlungsfähigkeit sowie die demokratischen Freiheiten der Einwohner vor gewaltsamen Angriffen von außen zu schützen und zu verteidigen.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich sehr den heutigen Nationalfeiertag Österreichs am 26.Oktober 2018 mit ihnen allen begehen zu dürfen. Heute ist nicht nur der Unabhängigkeitstag der Republik Österreich sondern wir feiern auch die Freiheit unseres Landes und das seiner Menschen. Nach mehrjährigen Aufbauarbeiten und der Besatzungszeit in den Nachkriegsjahren 1945 bis 1955 haben Menschen Ziegel für Ziegel in die Hand genommen um unser Land wieder aufzubauen. Trotzdem war Österreich noch kein freies Land. Die Bundesländer waren von den Siegermächten besetzt. Wir müssen zum einen unheimlich dankbar sein das sie uns befreit haben aber andererseits hat uns der Beschluss der Bundesverfassung 1955 die die immerwährende Neutralität beinhaltet unsere Freiheit und Unabhängigkeit zurückgegeben. Die Menschen die hier leben leisten einen ungeheuren Beitrag das unser Land so erfolgreich ist. Wir blicken aber auch voller Dankbarkeit an alle Generationen zurück die mitgeholfen haben das Österreich wieder aufzubauen. Wir danken unseren Großeltern und Eltern die mit ganzer Kraft am Wiederaufbau und der Restauration der Republik Österreich mitzuwirken. Gemeinsam mit der Politik konnte Stück für Stück Stabilität zurückkehren. Österreich hat nach 1955 so einiges erlebt. Aber gemeinsam schaffte man es an einem Strang zu ziehen damit das Band der Verbundenheit nicht abreißt bis heute. Österreich ist ein Land von Generationen für Generationen aufgebaut und steht auf festen Säulen. Auch wenn man Hie und Dort Krisen erlebt steht man doch immer wieder zusammen und versöhnt sich. Wichtig ist das dieser Faden zwischen der Politik und ihrer Bevölkerung stark bleibt denn gemeinsam gestalten sie die Demokratie. Demokratie war vor 1955 nicht selbstverständlich. 1918 wurde die REPUBLIK ÖSTERREICH nach den Wirren des Ersten Weltkrieges gegründet und 1919 beschloss die Nationalversammlung das Frauenwahlrecht, dass nächstes Jahr ihr 100 jähriges Bestehen feiert. Außerhalb der österreichischen Grenzen beherrschten Unruhen und Konflikte den Alltag. Man erinnere sich an den Prager Frühling 1986 oder die Aufstände der Studentenbewegungen in Ungarn die viele Tote zur Folge hatten. Es waren schlimme Konflikte die Österreich aber auf Grund des ihres Gesetzes verpflichtete absolut neutral zu bleiben. Es kamen Flüchtlinge nach Österreich die aufgenommen wurden. Österreich leistete Erste Hilfe und versorgte die Menschen. Die Flüchtlingskrise 2015 brachte mehr als eine halbe Million Menschen nach Europa die sich auf die einzelnen Länder verteilten. Österreich nahm eine Vielzahl von ihnen auf. Sie dauert bis heute an. Die Menschen müssten nicht flüchten wenn es in ihren Heimatländern keine Kriege, Verfolgung, Gewalt und Folter gebe. In vielen Ländern der Welt herrscht Bürgerkrieg. Afghanistan, Syrien, Libyen und dem Libanon kämpfen Vormachtsstellungen um ihre Rechte die meistens auch keine Rechte haben weil sie nur an eines denken. Es ist eine Zerstörungswelle die Österreich immer verurteilt hat. Es geht um den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus der auch mittlerweile Europa erreicht hat. In Deutschland, Frankreich, Spanien und Belgien wurden in den letzten Jahren mehrere Anschläge durch den sogenannten ISLAMISCHEN STATT (ISS) verübt. Der Kampf gegen dieses Terrorregime wird eines der zentralen Aufgaben der Zukunft sein um in der Zukunft in Sicherheit leben zu können. Dafür braucht es eine starke Partnerschaft der Nationen auf der Welt und der Europäischen Union. Österreich hat seit 01.Juli 2018 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union bis 31.12.2018 inne und wird im Dezember einen AFRIKA-GIPFEL veranstalten wo unter anderen Vertreter afrikanischer Länder und der PRÄSIDENT der Afrikanischen Union teilnehmen werden. Dieser Gipfel wird entscheidend für den weiteren Weg Afrika in Richtung Friedensgespräche sein denn nur wer im Frieden lebt lebt auch in der Sicherheit.

Ich persönlich erwarte mir von diesem Afrika-Gipfel sehr sehr viel und hoffe das die Vereinten Nationen und die Vertreter der Mitgliedsländer der Europäischen Union sich gemeinsam an einen Runden Tisch setzen um für den Kontinent Afrika und seine Menschen die beste Lösung zu finden die geben kann. Österreich leistet in dieser Frage einen weltweit wichtigen Beitrag. Also schauen wir uns das an.

Ich möchte mich bei allen Österreicherinnen und Österreichern für ihren persönlichen Beitrag zum Zusammenleben bedanken. Mit eurer Hilfe ist Österreich erfolgreich und Österreich, dass sind WIR ALLE GEMEINSAM.

Alles Gute und einen wunderschönen, sonnigen Nationalfeiertag

Euer Markus NEUNER (SPÖ/GPA-djp)

 

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SPÖ-Neuner „Alle Männer die das Frauenvolksbegehren unterschreiben, unterschreiben eine Liebeserklärung an alle Frauen“

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Es ist meiner Ansicht nach die größte Liebeserklärung für alle Frauen in Österreich wenn Männer ihr Volksbegehren unterschreiben. Die Unterschrift ist auch ein Signal der Frauen für noch mehr Rechte in der Gesellschaft zu kämpfen und das Volksbegehren solidarisiert sie gemeinsam. Ich habe bereits vor einigen Monaten das Frauenvolksbegehren unterschrieben, weil es mir wichtig ist darauf hinzuweisen das der Weg der Frauen noch lange nicht zu Ende ist. Frauen brauchen mehr Rechte. Wie wir wissen verdienen Frauen immer noch weniger als Männer und werden teilweise in der Arbeitswelt immer noch von den Männern dirigiert. Dabei gibt es unheimlich starke Frauen in der Gesellschaft die ganz ganz erfolgreiche und tolle Unternehmerinnen sind und die Rolle der Selbständigkeit haben Frauen immer schon besser bewältigt und gemeistert als Männer. Sind Männer tatsächlich stärker als Frauen oder sollte es nicht eher so sein das es eine Gleichberechtigung gibt? Für mich stellt sich nicht nur die Frage der Gleichberechtigkeit sondern auch ganz besonders die Gleichbehandlung. Ich arbeite im Unternehmen wo ich tätig bin selbst mit einigen Frauen zusammen und es sind unheimlich erfolgreiche Frauen egal woher sie kommen.

Es geht nicht um die Rolle der Frau allgemein. Es geht bei dem Volksbegehren schlicht und einfach um Frauen. Das Frauen im 21.Jahrhundert immer noch darum kämpfen müssen, mehr Rechte zu bekommen, macht mich etwas traurig. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein die aber wenn es genauer betrachtet auch heute noch keine ist. Was wäre wenn sich Männer und Frauen auf gleicher Höhe treffen? Auf Augenhöhe? Es geht nicht darum zu demonstrieren wer der Stärkere von den beiden ist es geht schlicht und einfach darum den Frauen nicht nur in der Arbeitswelt sondern auch innerhalb der Familie mehr Rechte zu geben. Da braucht es enorm viel Verantwortung von seiten der Politik. Wie lange haben Frauen dafür gekämpft wählen zu gehen. Die Zeiten als nur Männer wählen durften hat Frauen unterdrückt und eigentlich wenn man es so will, diskriminiert. Wir Männer sollten viel öfters über Frauen reden aber gerade wenn wir zu reden anfangen, fängt die Schwierigkeit an. Die Frage stellt sich dann sofort: Was wissen wir eigentlich wirklich über unsere Frauen? Kennen wir sie wirklich so gut das wir wissen wie sie denken und was sie bewegt?

Die gleiche Frage könnte man den Frauen selbst stellen und das ist für mich der Punkt. Wir sollten uns viel öfters treffen und einfach über unsere Rollen in der Gesellschaft reden. Wir sollten über uns reden, dann erst lernen wir uns kennen. Fest steht das Frauen niemals so sein können wie wir Männer und ich finde das in einem Punkt gut so.
Das macht sie nämlich zu wunderbaren, einzigartigen und starken Persönlichkeiten und prägt sie ein ganzes Leben. Es gibt auf der Welt wie viele Preise die eine Frau gewinnen kann aber das schönste Geschenk für alle Frauen ist es wenn man sie anerkennt, respektiert und wertschätzt.

Ich möchte stellvertretend allen Männern in Österreich danken das sie für ihre Frauen dieses enorm wichtige Begehren unterzeichnen. Es ist die wichtigste und schönste Auszeichnung für die Rechte der Frauen in der Gesellschaft zu kämpfen und eine unheimlich großartige Liebeserklärung. Herzlichen Dank.


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