Kommentar zur Bildungspolitik

learning

Liebe Leserinnen und Leser,

Learning is never ending : Das Lernen hört nie auf. Stimmt. Warum ist das so?

Weil wir auch lernen wenn wir gerade nicht lernen. Trotzdem lernen wir weil wir unzählige Informationen pro Tag aufnehmen die unser Gehirn verarbeiten muss. Lernen ist aber nichts schlechtes. Junge Menschen wollen lernen. Kein Mensch auf der Welt kann einem Kind den Zugang zur Bildung verbieten weil es nicht normal ist und auch nicht zusammenpasst. Deshalb sind die Sanierungspläne der österreichischen Politik völlig verfehlt. Warum? Weil wir es nicht zulassen können das angehende Schülerinnen und Schüler einen Test vor Schuleintritt machen müssen nur damit überprüft wird das sie dem Unterricht auch folgen können. Das widerspricht völlig der Menschenrechte in deren Erklärung ganz klar steht: Jeder Mensch hat das Recht auf uneingeschränkten Zugang zur Bildungseinrichtungen und generell zur Bildung. Da darf es kein Pardon geben. Wie soll man von einem sechsjährigen angehenden Schüler oder einer Schülerin verlangen das sie einen Satz schreiben kann. Das lernen sie doch erst alles während ihrer ersten Schuljahre. Wenn wir mit dem Lesen, Schreiben und Rechnen ein solch ein Problem haben, dann sollten wir doch die Lehrerinnen und Lehrer stärker in die Pflicht nehmen und nur noch Lehrpersonen an den Schulen zulassen die ihr Fach wirklich beherrschen. Aus dem Volksmund heißt es „Es gehören immer zwei paar Schuhe zusammen“. Was von der politischen Verantwortung heute abverlangt wird ist das sie von einer Minute zur anderen Minute alle Probleme lösen kann aber bei Hektischem Arbeiten kommt meistens ein Desaster heraus. Und genau dieses Desaster haben wir hier in der Bildungspolitik. Hier wird auf dem Rücken der Kinder schon in jungen Jahren über ihre Zukunft entschieden und keiner fragt sie ob sie es tatsächlich so haben wollen. Wenn ein Schüler heute nach seinem Schulabschluss keine weitere Lehre oder ein Studium absolviert können Strafen verhängt werden. Diese Strafen bezahlen die Eltern. Und warum sollen die Eltern für angebliches Schulschwänzen bezahlen wenn Schülerinnen und Schüler dem Unterricht nicht fern geblieben sind. Wer kann kontrollieren wer zum Unterricht kommt und wer nicht. Das Klassenbuch sicher nicht. Ich habe Zeiten erlebt in denen die Anwesenheit von Schülern nicht einmal annähernd vermerkt wurde und es egal war ob der Unterricht stattgefunden hat oder nicht. Es ist nicht alles egal. Es ist sogar sehr wichtig das unsere Schüler zur Schule gehen aber sie gehen nur dann zur Schule wenn sie sich wohl fühlen und wenn der Lehrer einen guten Unterricht gestaltet. Für mich muss es eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Lehrerin geben und solange es diese Zusammenarbeit nicht gibt kann man Schule als Bildungseinrichtung, Ort des Wissens nicht gestalten. Verbauen wir bitte nicht unsere Zukunft. Schenken wir unseren Kindern eine Zukunft auf der sie aufbauen können und schenken wir ihnen eine Politik auf die sie sich verlassen können.

Gestalten wir eine Politik die weiß das sie Probleme lösen kann

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Ihr Markus Neuner (SPÖ/GPA-djp)

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