A Zeit, de Spuren hintalasst

Krippenverein Uttendorf

A Zeit, de Spuren hintalasst
von Markus Neuner zum 1.Adventsonntag

Advent darf nit nur so a Zeit sein. Sie muss uns was wert sein um a bissal nachzudenken. Versteht’s was i moan. Ich wünsch ma nit nur so a Zeit de schnell vorbeigeat sondern de a Spuren hintalasst. Ich winsch enk a wirklich wundaschene Zeit mit allem was es eich wünschts. Und wenns was brauchts. I bin nia weit weck. Schreibts ma, i gfrei mi über eiche Nachricht egal ob ihr Sorgn habts oda mia lei was sagn wollts. Mei Herz hat für enk alle a Platzl.

Also a schiane besinnliche Zeit und vergessts nit die Anklöpfler einizumlassn wenn sie an eichre Tia klopfn. Bis bald.

Euer Markus

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Kommentar am Wochenende

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Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Tagen hat sich einiges getan, was aufgeregt hat. Ich möchte auf die Themen Mindestsicherung, GIS-Gebührenerhöhung zu sprechen kommen.

Aus meiner allgemeinen Sicht hat sich beim Thema Mindestsicherung ein Zug der Ablehnung beworben der sich nie so richtig in Bewegung gesetzt hat. Er hat erst Fahrt aufgenommen als in Niederösterreich die Kürzung bei 1.500,-€ im Landtag beschlossen wurde. Eine derartige Diskussion auf dem Rücken der Menschen zu führen die Mindestsicherung beziehen müssen weil sie mit ihrem Einkommen nicht mehr auskommen, darüber sollten sich die Politikerinnen und Politiker einmal grundlegende Gedanken machen. Doch denkt die politische Verantwortung nur noch an ihren eigenen Vorteil. In Niederösterreich zum Beispiel geht die Sorge um, dass man sich die Sozialleistungen nicht mehr leisten kann und das man deshalb einsparen muss. Dabei wissen wir das die ÖVP seit Jahrzehnten eine Partei ist die längst den Weg der Solidarität verlassen hat. Ein Politiker der mit den Worten „Wenn es nach mir gehen würde…..“ antwortet, beginnt eine falsche Kommunikation. In Österreich verdrängt der Automatismus die Wirtschaft. Hier ist keine Unterstützung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr gegeben. Ich habe sogar den Eindruck das mittlerweile Arbeiterkammer und Gewerkschaft auf geschlossene Türen und taube Ohren in der Diskussion stoßen. Ein zweites Thema das aufregt ist die Erhöhung der GIS-Gebühren nur weil dem ORF heuer 42 Millionen Euro fehlen und das müssen nächsten Jahr die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ausbaden in dem sie noch mehr Geld hineinstecken. Ist es auf Grund des Programms das der ORF fährt notwendig die Gebühren zu erhöhen? Ich bin jedenfalls dagegen. Was kann man hier als Alternative anbieten damit der ORF sein Negativ wieder los wird? Man kann fast gar nicht mehr jonglieren weil es bei einer Umgestaltung wieder nur Ausgaben gibt. Dem ORF und dem Land Niederösterreich sind somit in beiden Themen die Hände gebunden. Doch beides wird sich irgendwann negativ auswirken. Bei der politischen Verantwortung in Niederösterreich die Wählerinnen und Wähler und beim ORF der Rückzug der Zuseherinnen und Zuseher.

Über den Präsidentschaftswahlkampf in Österreich möchte ich nicht sprechen. Da kann man nur hoffen was wir nicht nochmals wiederholen müssen.

Ein wunderschönes und erholsames Wochenende wünscht

Markus Neuner

 

 

 

Scharfer Senk und Tobak

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Der Ton im Wahlkampf wird nicht nur in Amerika zunehmend rauer. In Österreich leisten sich der unabhängige und von den Grünen unterstütze Präsidentschaftskandidat Prof. Dr. Alexander Van der Bellen und der FPÖ-Präsidentschaftskandidat Ing. Norbert Hofer eine Schlacht der Gegensätze.

Die Wähler zu überzeugen das man der beste Kandidat für das höchste Amt im Staat sei ist nicht immer so leicht weil die Meinungen und Ansichten verschieden sind, doch sollten sich die Parteien einmal mehr darum bemühen den Menschen zuzuhören und den Wähler dahinter zu vergessen. Das der erste Wahlgang wenig Erfolg für SPÖ und ÖVP hatte hat man am Wahlkampf zuvor schon gemerkt. Die ehemaligen Kandidaten Hundstorfer und Kohl waren in ihrer Überzeugung wenig erfolgreich. Beide prahlten mit einer pefekten Politik und  sprachen sich andererseits dafür aus das sie die Sorgen der Menschen kennen. Ich möchte betonen das keiner in der Politik die Sorgen der Menschen wirklich ernst nimmt weil man sie ansonsten kennen würde. Das politische System im 21.Jahrhundert ist seit 2011 ein Versorgersystem die gewählte Mandatare vor der Armut bewahrt. Dabei erhalten sie im Grund mehr Geld als ein Normalverdiener. Das ist das wahre Armutszeugnis. Denn wenn es eine Gehaltsangleichung der öffentlich Bediensteten zu den Normalverdienern gebe wäre die Arbeitslosigkeit wahrscheinlich noch größer. In letzter Zeit hat die Mindestsicherung immer mehr Schlagzeilen gemacht. SPÖ und ÖVP streiten einerseits um eine Deckelung und andererseits um die Frage einer Erhöhung, doch eine Erhöhung möchte niemand da es wiederum das System gefährden könnte. Ehrlich gesagt: Was gefährdet das Sozialsystem nicht? Doch haben alle Anspruch auf Sach und Sozialleistungen und deshalb ist auch die Diskussion mehr als sinnlos. Bleibt nur zu hoffen das man sich in dieser Koalition noch auf eine gemeinsame Lösung einigt während anderswo schon längst die Köpfe rauchen weil man vor lauter Anträge mehr als genug Arbeit hat. Ja scheint so. Wer überfordert ist ist mittlerweile die Bevölkerung mit ihrer Politik. Nur noch sehr wenige haben ernsthaftes Vertrauen in die politische Arbeit. Die Glaubwürdigkeit geht verloren wenn man die Zuständigkeit von sich wegschiebt. Im Grunde kennt sich kein Mensch mehr aus. Wie soll sich also ein fleißig arbeitender Mensch in diesem bürokratischen Dschungel noch zurechtfinden. Blöd ist nur das seitens der öffentlichen Verwaltung mittlerweile viel zu viel Steuergeld in Arbeit investiert wird die dann nur zur Hälfte oder gar wenn sie wollen ausgeführt wird.