Vertrauen und nochmals Vertrauen

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KOMMENTAR von Markus Neuner©2016 


 

Ich komme immer wieder drauf, wie wichtig Vertrauen in einem Dienstverhältnis ist. Die Frage die sich mir stellt ist: Kann es eventuell Mobbing sein wenn der Dienstgeber dem Dienstnehmer nicht vertraut? Fakt ist das man jedes Thema diskutieren und jedes Problem das darin steckt lösen kann. Man muss nur miteinander reden. Für mich gibt es Ansatzpunkte ab wann man von Vertrauen und ab wann man von Misstrauen sprechen kann.


 

Vertrauen entsteht dadurch:

  • wenn der Betreffende denjenigen mit dem er spricht anschaut, d.h. in die Augen schaut, höflich und zuvorkommend ist und genau argumentiert. Das Gespräch sollte schon 5 Minuten dauern. Ist es kürzer und inhaltlich nicht genau, also der Betreffende weiß vom anderen nicht um was es eigentlich geht und es wird das Thema nur so angeschnitten, kann es erstens nicht wichtig genug gewesen sein oder der Betreffende hat keine Lust mit seinem Gegenüber zu kommunizieren. Vertrauen setzt ein gutes Arbeitsklima voraus.

Misstrauen entsteht dadurch:

  • wenn der Betreffende dem anderen nicht in die Augen schaut, das heißt auf den Boden oder an ihm vorbei. Wenn das Gespräch nicht länger wie 5 Minuten dauert und das Thema um das es geht am Rande behandelt oder nur so stichhaltig behandelt wird. Dann hat der Betreffende wohl keine große Lust mit dem Gegenüber zu reden und zeigt im Laufe des Arbeitstages auch an der Arbeit des Kollegen wenig Interesse. Am schlimmsten äußert sich Misstrauen wenn man dann wenn man Hilfe braucht vom Kollegen keine bekommt oder er nur wenig Zeit hat.

 

Sollten sich Punkt 2 stärker äußern als Punkt 1 dann muss sich der Dienstnehmer die Frage stellen ob das das richtige Arbeitsverhältnis ist. Der Dienstnehmer ist von seiner Arbeit selbst überzeugt aber er glaubt nicht daran das er von den Mitarbeitern das richtige Vertrauen hat. Mobbing äußert sich durch Missachtung des Arbeitgebers zum Arbeitnehmer. Stellen sie sich mal vor sie befinden sich im Freien Dienstverhältnis und arbeiten für den Dienstgeber auf unbestimmte Zeit selbstständig zum Beispiel als Telefonist. Wenn im Dienstvertrag drin steht das sie keine Erfolgsgarantie übernehmen und der Arbeitgeber doch irgendwann zu ihnen kommt und eine Erfolgsgarantie einfordert dann haben sie das Recht Einwände dagegen vorzubringen in dem sie den Arbeitgeber darauf hinweisen das im Dienstvertrag vereinbart wurde das sie keine Erfolgsgarantie erbringen müssen. Sollte der Dienstgeber dennoch auf diesem Punkt plädieren dann steht es ihnen frei das Dienstverhältnis aufrecht zu erhalten oder den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen außer es wurde eine Kündigungsfrist vereinbart.

Ich möchte darauf aufmerksam machen das ihnen das jederzeit passieren kann. Sie müssen, wenn sie als Freier Dienstnehmer arbeiten wollen die Verträge ganz genau durchlesen weil in dem Moment wo sie ihn unterschreiben, ihr Einverständnis geben das sie jedes Wort Punkt für Punkt verstanden und den Vertrag ganz genau durchgelesen haben. Sollte es ihnen dennoch passieren das sie an einen Dienstgeber geraten der schriftliche Vereinbarungen in einem Dienstvertrag nicht einhält, können sie auch wenn sie als Freier Dienstnehmer arbeiten den Rat der Arbeiterkammer die für sie zuständig ist einholen. Schämen sie sich keinesfalls davor Hilfe zu holen wenn sie nicht mehr weiter wissen. Ihr Recht in einem Arbeitsverhältnis geht vor wenn, sie sich ungerecht gehandelt fühlen.

Sollten sie weitere Fragen zum Thema Vertrauen in einem aktiven Dienstverhältnis haben dann steht ihnen die Arbeiterkammer sehr gerne zur Verfügung. www.arbeiterkammer.at

Ihr Markus Neuner aBei Rückfragen bitte eine E-Mail an: presse@markus-neuner.actor 

 

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Integration und Gesellschaft

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Kommentar von Markus Neuner ©2016

 

Normalerweise sollte die Integration in einer zivilisierten Gesellschaft völlig normal sein aber das ist sie nicht. Nicht automatisch jeder wird integriert. Heute habe ich in der WIENER ZEITUNG ein Kommentar zur Debatte rund um den Grenzzaun am Brenner in Tirol geschrieben. 

SOBALD DIE GRENZE ZUR KUNST WIRD 

Sobald die Grenze zur Kunst wird kommt irgendwann die Zeit wo man Grenzzäune auch nur mehr als Kunstwerk betrachtet und zwar dann, wenn sie keiner mehr braucht. Es kostet einen Haufen Geld einen Grenzzaun zu errichten und wieder abzubauen. Da müsste es doch Alternativen geben. Und plötzlich steht man vor der Frage wann mit einem Zaun passiert der nicht mehr gebraucht wird. Meiner Meinung nach wäre es besser keinen Zaun zu errichten weil man später nie weiß ob das Geld für den Abbau noch vorhanden ist. Österreich befindet sich momentan in einer Umbruchzeit die sehr sehr schwierig zu koordinieren ist, weil sich im Grunde keiner mehr so richtig auskennt was mit den Flüchtlingen jetzt eigentlich passiert. Die ÖVP spricht von einer Obergrenze und die SPÖ von einem Richtwert bei den Asylanträgen. Orientieren wir uns an einer Politik die weiß das sie Probleme lösen kann. Danke.

Μόλις τα σύνορα τέχνης είναι τελικά έρχεται η στιγμή όπου βλέπει κανείς περιφράξεις μόλις πάνω από το έργο τέχνης που είναι όταν δεν χρειάζονται πλέον. Κοστίζει πολλά χρήματα για την κατασκευή ενός φράχτη στα σύνορα και να σπάσει προς τα κάτω και πάλι. Επειδή έπρεπε να είναι εναλλακτικές λύσεις. Και ξαφνικά είστε αντιμέτωποι με το ερώτημα του πότε συνέβη με ένα φράχτη που δεν είναι πλέον απαραίτητη. Κατά τη γνώμη μου, θα ήταν καλύτερα να χτίσει κανένα φράχτη γιατί ποτέ δεν ξέρεις αν τα χρήματα είναι μεταγενέστερη για την κατανομή ακόμα. Η Αυστρία είναι σήμερα σε μία μεταβατική περίοδο που είναι πολύ δύσκολο να συντονιστούν γιατί ουσιαστικά κανείς δεν ξέρει περισσότερο τώρα τι συνέβη με τους πρόσφυγες. Το ÖVP μιλά για μια οροφή και το SPO της κατευθυντήριας γραμμής των αιτήσεων ασύλου. είμαστε καθοδηγείται από μια πολιτική που ξέρει ότι μπορεί να λύσει τα προβλήματα. Σας ευχαριστώ.

 

Kontakt & Presserückfragen: presse@markus-neuner.actor 

Kommentar am Sonntag

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Bund muss den Menschen bei Mindestsicherung entgegenkommen 


Kommentar von Markus Neuner, 07.02.2016


Momentan wird recht heftig um die „Bedarfsorientierte Mindestsicherung“ diskutiert, wenn nicht gar gestritten. Die ÖVP möchte den Asylwerbern den Zugang zum Sozialsystem erschweren in dem sie ihnen vorab schon die Mindestsicherung kürzt. Doch bedenkt sie nicht das es nicht nur die Mindestsicherung in Österreich gibt. Sobald der Asylantrag positiv entschieden worden ist, haben sie das Recht auf Notstandshilfe und der Bedarfsorientierten Mindestsicherung, die ja die Sozialhilfe ersetzt hat. Nur gibt es im gesamten Sozialsystem auch Pflichten die der Antragsteller hat. Er muss genauso wie bei der Notstandshilfe und der Mindestsicherung der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen. Das ist aber von Bundesland zu Bundesland verschieden geregelt. Doch kann man nicht einfach über die Menschen drüber fahren und den Zugang zu den Sozialleistungen einschränken. Klar muss man beobachten ob die Mindestsicherung nicht längerfristig bezogen wird und wie sie sich entwickelt so dass sich die Antragsteller nicht auf die faule Haut legen, dafür sind die Sozialleistungen auch nicht da. Der Bund muss aber den Menschen in Punkto Mindestsicherung auf alle Fälle entgegen kommen sondern genau beobachten wie sich die Sozialleistung insgesamt entwickelt. Das wäre eine faire Lösung mit der sicher alle leben können.

Markus Neuner 

 

Schauspieler Markus Neuner in seinem neuen Leserbrief

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Markus Neuner

Wien. Die Wiener Zeitung veröffentlicht mittlerweile immer wieder Leserbriefe des renommierten österreichischen Schauspielers und Essayisten Markus Neuner. Jetzt am 30.Jänner 2015 zum Thema rund um das Angebot Kärntens für ihre Heta-Gläubiger. Die größte Sorge ist eine Insolvenz des Bundeslandes, die so Neuner, ganz andere Personen zu verantworten haben.

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©apa/Gert Eggenberger

Angebot an
Heta-Gläubiger

Das Land Kärnten macht momentan einen enorm schweren Gang durch. Sollte nämlich das Gläubigerangebot bis Ende März nicht angenommen werden muss Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser (SPÖ) vor die Presse treten und die Insolvenz Kärntens erklären.

Das ist sehr, sehr hart, nicht nur für die Politik, sondern auch für die Menschen, die dann mit einer extremen Sparpolitik in den nächsten Jahren konfrontiert sind. Denn wenn Kärnten die Insolvenz anmelden muss, dann kann die Landesregierung nur noch Maßnahmen beschließen, die dazu führen, dass sich das Land wieder stabilisiert. Kein leichter Weg. Ich wünsche Kärnten, dass es noch im letzten Moment die Notbremse ziehen und eine Einigung erzielen kann.

Markus Neuner,

per E-Mail

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